x

Projekt: Der Lastenaufzug

Ein Lastenaufzug in einem Lager soll Waren zum Entladen und Aufladen auf die untere und obere Ebene transportieren. Die Steuerung des Lastenaufzuges soll mit einer speicherprogrammierbaren Steuerung (SPS) ausgeführt werden. Dem Lastenheft sind folgende Rahmenbedingungen zu entnehmen:

Lastenheft

  • Der Steuerstromkreis wird über den Leitungsschutzschalter F0 vor Überlast geschützt
  • Der Laststromkreis wird über einen dreipoligen Leitungsschutzschalter F1 vor Überlastung geschützt
  • Ein Not-Aus-Schalter Q0 sorgt bei Betätigung für die Einhaltung von Stopp Kategorie 0
  • Rücksetzen des Not-Aus-Schalters darf nicht zu Betriebsbereitschaft oder Anfahren des Aufzugs führen
  • Über einen Haupttaster S1 wird die Spannungsversorgung der potentialfreien Ausgänge der SPS zugeschaltet und die Anlage betriebsbereit gesetzt
  • Über den Austaster S0 wird die Spannungsversorgung der potentialfreien Ausgänge der SPS abgeschaltet und die Betriebsbereitschaft der Anlage deaktiviert
  • Das Motorschutzrelais F2 schaltet bei Überlast des Motors die Schütze ab
  • Mit einem Taster S2 wird der Lastenaufzug auf die untere Ebene heruntergefahren
  • Mit einem Taster S3 wird der Lastenaufzug auf die obere Ebene heraufgefahren
  • Die Auffahrt wird durch Rechtsdrehung des Motors bewerkstelligt
  • Die Abfahrt wird durch Linksdrehung des Motors bewerkstelligt
  • In jeder Ebene befindet sich ein Endlagentaster, welcher den Antriebsmotor beim Erreichen der Lage abschaltet
  • Der Lastenaufzug besitzt keine Türen. Anstelle der Türen sind zwei Lichtschranken verbaut. Der Aufzug darf nur fahren, wenn nichts im Lichtweg dieser Schranken ist.
  • Für die folgenden Zustände sind Anzeigeleuchten vorzusehen:
    • Betriebsbereit
    • Motorschutzrelais hat ausgelöst
    • Aufzug fährt hoch
    • Aufzug fährt runter
    • Lichtschranke unterbrochen
    • Not-Aus-Taster betätigt

Der Kunde wünscht eine vollständige Dokumentation bestehend aus:

  • Zuordnungsliste
  • Steuerstromkreis
  • Laststromkreis
  • textliche Beschreibung der Anlage aus technischer Sicht
  • textliche Beschreibung der Anlage für den Nutzer
  • ausgedrucktes Programm
  • Test-Schema
  • Die Datei der SPS-Programmierung

Strukturierung des Projektes

Um die Bearbeitung des Projektes erfolgreich zu gestalten wird ein Kanban-Board verwendet (Zu erledigen, in Bearbeitung, Erledigt) mithilfe einer TaskCard.
In der TaskCard wird dokumentiert, welche Aufgaben zu erledigen sind und wer sie bearbeitet hat.

Abschluss des Projektes

Mit der eigenen Dokumentation werden Steuer- und Laststromkreis aufgebaut und das Testschema durchgeprüft.

Zeitrahmen

Erstellung der Dokumentation bis einschließlich 08.05.
Aufbau / Inbetriebnahme / Testschema: Block 1+2 am 22.05.

Hilfsmittel für die Aufgaben

Recherchearbeit

Betriebsmittel und Fachbegriffe die dir nicht geläufig sind mußt du vorher recherchieren.

Zuordnungsliste

Betriebsmittel die noch keine Bezeichnung haben, dürfen selbst gewählt werden.
Die Zuordnungsliste enthält mindestens

  • Betriebsmittelname
  • Betriebsmittelkennzeichnung
  • Funktion
  • Kommentar
  • Anschluss an der SPS
  • Operand im Programm
Steuerkreis / Laststromkreis

Ein Steuerkreis bzw. Laststromkreis ist sauber gezeichnet enthält normgerechte Betriebsmittel samt Bezeichnung und Kontaktbezeichnungen.

Für den Motor zu bedenken:
Links- und Rechtsdrehrichtung des Motors dürfen nie zusammen vorkommen. Überlege ob die SPS allein ausreichend ist, um das sicherzustellen oder ob es elektromagnetische Verriegelung über die Hauptschütze braucht.

Beschreibung der Anlage

Die textliche Beschreibung der Anlage aus technischer Sicht erwähnt alle Betriebsmittel und vermittelt einem Technikerkollegen alle notwendigen Informationen, so daß er die Inbetriebnahme durchführen könnte.

Die textliche Beschreibung der Anlage für den Kunden erwähnt die Betriebsmittel mit denen der Kunde interagiert und welche Auswirkungen das auf die Anlage hat.

Was ist ein Testschema?

Ein Test-Schema soll eine Anleitung sein, nach der die Anlage vollständig auf Funktion getestet werden kann und besteht aus mehreren Testfällen.

Ein Testfall des Testschemas besteht immer aus:
1) Zustand in dem die Anlage gerade ist
2) Was wird betätigt / welches Signal tritt ein
3) In welchen Zustand soll die Anlage übergehen

Wenn das Testschema vollständig ist, so kann es direkt als Checkliste für eine Inbetriebnahme genutzt werden.

Was ist abzugeben?

Eine Projektmappe bestehend aus
1. Deckblatt und Inhaltsverzeichnis
2. Zuordnungsliste
3. Zeichnung des Steuerstromkreises
4. Zeichnung des Laststromkreises
5. Beschreibung der Anlage aus technischer Sicht
6. Beschreibung des Anlage für den Kunden
7. Testschema

Programmierungsdatei in der entsprechenden IServ-Aufgabe hochgeladen.

Erweiterungen des Projektes

Diese möglichen Erweiterungen können als zusätzlichen Anlagen in die Dokumentation eingebracht werden.
1. Der Lastenaufzug bedient 3 Ebenen: S2 fährt die untere Ebene an, S3 fährt die obere Ebene an, S4 fährt die mittlere Ebene an. Die mittlere Ebene bekommt natürlich auch einen Endlagentaster.
2. Die Last auf dem Motor ist zu groß, als daß er dauerhaft als Dreieck angeschaltet verwendet werden kann. Umgesetzt werden soll für jede Richtung ein Anfahren in Stern für 5 Sekunden mit einer automatischen Umschaltung ins Dreieck. Der Laststromkreis ist entsprechend zu erweitern. Die angezeigten Signale werden reduziert und nur noch Aufzug fährt hoch und Aufzug fährt herunter dargestellt.

Teams

Riccardo + Pascal + Alex
Arthur + Juri + Kevin
Jordan + Till + David + Ben
Abdulkadir + Hoang + Enayatullah
Luca + Berkay + Ammar

Left-click: follow link, Right-click: select node, Scroll: zoom
x